Das Projekt wird seit November 2000 von der Technischen Fachhochschule
Wildau in Kooperation mit dem Institut für Regionale Innovationsforschung
bearbeitet. Basierend auf modernen Ansätzen der Technikfolgenabschätzung
und Innovationsforschung werden Grundzusammenhänge zwischen
Technikakzeptanz, Nachfragemustern und Standortvorteilen konzeptionell
neu verortet und am Beispiel von je einer Innovationslinie aus den
pflanzengentechnischen Anwendungsbereichen "Nahrungsmittel", veränderte
Anbaueigenschaften" und "Inhaltsstoffe für non food-Anwendungen"
vergleichend untersucht.
Das Projekt basiert auf zwei Grundannahmen:
1. Pflanzengentechnische Anwendungen werden über die Etablierung
von Innovationslinien entlang von Wertschöpfungsketten realisiert.
2. Folgen (die in einzelnen Stufen dieser Ketten entstehen, dort
moduliert werden und sich realisieren) und Folgenwissen spielen
eine entscheidende Rolle in der Vermittlung der o.g. Grundzusammenhänge.
Innovationslinien und Wertschöpfungsketten aus den drei ausgewählten
Bereichen unterscheiden sich in Aspekten, die jeweils mit Akzeptanz,
Nachfrage und Standortvorteilen zusammenhängen (z.B. Innovationshöhe,
Zeitbefindlichkeit, Wertschöpfungsstufen, Alternativen, Akteure
und Betroffenheit von Endverbrauchern). Die Annahme, daß mögliche
Folgen und Folgenwissen (besonders über den Nutzen), Akzeptanz
und Nachfrage wesentlich beeinflussen, wird durch internetgestützte
Befragungen einer Testgruppe geprüft.