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Erfolgskriterien für Signatur-, Identifizierungs- und Authentifizierungsverfahren auf Basis asymmetrischer kryptograpischer Verfahren


Durchführung

  • Fachhochschule Brandenburg

Ansprechpartner

Kurzbeschreibung

  • Aus dem Spektrum der Anwendungsmöglichkeiten asymmetrischer Kryptoverfahren hat die Bundesrepublik frühzeitig mit dem Signaturgesetz die Rahmenbedingungen für eine elektronische Signatur als Äquivalent für die Handunterschrift geregelt. Auf dieser Grundlage ist eine allein auf diesen Zweck ausgerichtete hierarchische Public-Key-Infrastruktur mit akkreditierten oder angezeigten Zertifizierungsdiensteanbietern und der Wurzelinstanz bei der Bundesnetzagentur entstanden. Diese Infrastruktur ist grundsätzlich auch für eine Teilnehmeridentifizierung und -authentifizierung in organisationsübergreifenden Geschäftsabläufen geeignet. Flexibler sind dagegen unternehmensinterne Lösungen.

    Die Nutzung asymmetrischer Krypto-Technologie unter Verwendung von Smartcards (oder anderer entsprechender Token) als Sicherheitsmedium hat jedoch bisher keine wirkliche Relevanz. Der Zugang zu Anwendungen wird vielmehr immer noch vorrangig über die wenig verlässliche Kombination von User-IDs und Passwörtern geregelt, selten werden Einmalpasswortverfahren verwendet. Auch neue Entwicklungen berücksichtigen anderweitige (stärkere) Identifizierungs- und Authentifizierungsverfahren selten beziehungsweise nur dann, wenn es sich um ausgewiesene Sicherheitsanwendungen handelt.

    Die im Projekt zu beantwortenden Fragen beziehen sich unter anderem darauf, weshalb asymmetrische Verfahren nur in derart begrenztem Maße genutzt werden beziehungsweise warum Unternehmen immer noch auf unsichere Zugangssysteme setzen, obwohl die Risiken weit gehend und allgemein bekannt sind (Nutzungsebene). Im weiteren wird überprüft, welche neuen technischen Entwicklungen derzeit im Zusammenhang mit der Entwicklung von PKI-Infrastrukturen zu finden sind, welche mittel- bis langfristigen Entwicklungslinien sich in diesem Bereich zeigen (technische Ebene). Zudem soll beantwortet werden, welche Kosten/Nutzen-Relationen sich für die Anwendung von PKI-Systemen ergeben, insbes. unter Berücksichtigung der Frage, ob sich das gesetzlich geregelte und die auf Sicherheitspolicies der Unternehmen beruhenden Verfahren bezüglich ihrer Kosten- und Nutzenstruktur elementar unterscheiden. Weiterhin wird überprüft, in wieweit bereits auf allgemein nutzbare Entwicklungen zurückgegriffen werden kann, die Identifizierungs- und Authentifizierungsverfahren mittels asymmetrischer Schlüssel in bestehende Anwendungen integrieren, beziehungsweise welche Voraussetzungen geschaffen werden müssten, um die Nutzung asymmetrischer Kryptographie als standardisierte Option zu integrieren (organisatorische Ebene).

    Das Gesamtergebnis soll Hinweise darauf geben, wann und wo PKI erfolgreich eingesetzt werden kann, welche Maßnahmen - unter Umständen auch von staatlicher Seite - dafür ergriffen werden können und auf welchen Gebieten weitere Forschung sinnvoll sein könnte.