Laufende Projekte

Kooperative Technologien in Arbeit und Ausbildung (KoopTech)

(Laufzeit: 2/2007 - 4/2008)

Durchführung

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Kurzbeschreibung

  • Seit etwa drei Jahren erleben Internetdienste, die Kooperative Technologien (kurz: KoopTech) einsetzen, einen gewaltigen Aufschwung. Bekannt auch unter dem Stichwort "Web 2.0" unterstützen sie mit verschiedenen Eigenschaften Kommunikation und Transaktionen aller Art. Binnen weniger Monate gewinnen sie Millionen von Mitgliedern, die untereinander Kontakte knüpfen und ausbauen, Inhalte wie Texte, Bilder und Videos bereitstellen, materielle und immaterielle Güter tauschen, kaufen und verkaufen.

    Diese hochdynamische Entwicklung, die ihren Schwerpunkt überwiegend in privaten Lebensbereichen hat, greift zunehmend auch auf Arbeits- und Ausbildungswelten über. Die Fähigkeit zum Aufbau, Erhalt und Ausbau sozialer Netzwerke wird zunehmend zur Schlüsselqualifikation. In Arbeitsorganisationen, die in projektbezogenen Teams aus internen und externen Beteiligten Aufgaben erledigen, nimmt die Bedeutung berufsbezogener Netzwerke zu. Auch für Existenzgründungen ist die Einbindung in Informations- und Austauschnetzwerke eine wichtige Erfolgsbedingung.

    Neue Unterrichtsmethoden und neue Forschungsergebnisse werden über das Internet schneller ausgetauscht als zuvor. Der Austausch wird auch zwischen Lehrenden und Studierenden unterschiedlicher Disziplinen erleichtert und ermöglicht eine verstärkte Kooperation verschiedener Disziplinen, sowohl in der Lehre, also auch in der Forschung. Oftmals geht es aber nicht nur um einen reinen Informationsaustausch, sondern auch um das Stärken sozialer Bindungen. Die Online-Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden nimmt in dem Maße zu wie Studierende mehr und mehr Kommunikationsmittel in ihrem alltäglichen Leben verwenden.

    Die interdisziplinär angelegte Untersuchung will das Phänomen der neuen Kooperativen Technologien in den Bereichen "Soziale Software" und "Wissenskollektive" aufklären. Im gleichen Zuge soll der Stand der technologischen Entwicklung beschrieben werden. Dabei sollen Aspekte der Sociability und Usability bzw. User Experience untersucht sowie Potenziale für Anwendungsbereiche in Arbeit und Ausbildung ermittelt werden.

    Das Arbeitsprogramm ist darauf ausgerichtet entsprechend der gegenstandsverankerten Theorie vor allem qualitative Daten mit dem Ziel der Theoriebildung systematisch auszuwerten. Ziel ist es, in möglichst intensiver Auseinandersetzung mit dem Untersuchungsgegenstand eine realitätsnahe Theorie zu entwickeln und sie für die Praxis anwendbar zu machen. In unserer Studie verwenden wir die Methoden der Feldbeobachtung, Literaturanalyse, Inhaltsanalyse, der qualitativen Experteninterviews sowie der deskriptiven und komparativen Analyse.