In dem Vorhaben wird untersucht, wie das Potenzial der
Informationstechnologie für den betrieblichen Innovationsprozess
angesichts alternder Belegschaften besser erschlossen werden kann. Wir
gehen davon aus, dass die Informationstechnologie als Arbeits- und
Hilfsmittel bei der Steuerung und Ausgestaltung des betrieblichen
Produktentstehungsprozesses suboptimal und in Teilen sogar
kontraproduktiv genutzt wird, weil a) der Stellenwert von
Sozialinnovationen infolge einer Dominanz technizistischer Leitbilder
verkannt wird und b) das Human Resource Management bislang die Folgen
des demographischen Wandels für den Technologieeinsatz und die
effiziente Nutzung der IT nicht oder nur unzureichend antizipiert
hat.
Die Studie orientiert sich an dem heuristischen Konzept des
"betrieblichen Innovationsmilieus", das auf die soziale Organisation
von Innovation abhebt und das betriebliche Innovationsgeschehen und
Technologiemanagement in das gesamtbetriebliche Handlungsfeld aus
marktbezogenen, reorganisierenden, personenbezogenen und
mikropolitischen Aktivitäten einbettet.
Auf einem Workshop sollen die empirischen Befunde (betriebliche
Fallstudien) vorgestellt und Empfehlungen an die Innovations- und
Technologiepolitik erarbeitet werden, wie die Förderpolitik Unternehmen
besser dabei unterstützen kann, Innovationsrisiken zu minimieren, die
aufgrund kontradiktorischer Anforderungen von technischem und
demographischem Wandel entstehen können.