Durch die Implementierung von ITA-Ansätzen in Unternehmen soll es gelingen, Entwicklungs- und Anwendungspotentiale frühzeitig und systematisch zu antizipieren und geeignete strategische Maßnahmen abzuleiten. Der Engineering-Prozess (Innovationsprozess) wird effizienter ausgerichtet, sowohl aus Perspektive des Unternehmens (Verbesserung der Marktchancen) als auch aus gesamtgesellschaftlicher Sicht (Leitbild Nachhaltigkeit).
ITA im und für Unternehmen dient schließlich mit der Ausrichtung auf zukünftige Chancen im strategischen Management eines Unternehmens dazu, dessen Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und "nachhaltige" Innovationen zu fördern und dies vor dem Hintergrund der Globalisierung und spezifischer regionaler Kontexte.
Im Projekt "ITA.MS" kooperiert die Nachwuchsforschergruppe mit einem KMU der Elektronikbranche. Offensichtlich sehen sich KMU mit einer besonderen wirtschaftlichen Situation konfrontiert. Vor allem stark begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen wer-den als Gründe gegen eine Einführung von ITA-Ansätzen angeführt, gleichzeitig wird ein Bedarf an Instrumenten und Beratung zur Unterstützung und systematischen Förderung technischer und nicht-technischer Innovationen festgestellt. Als weitere Barriere für die Diffusion von innovativen Produkten werden Schwierigkeiten bei Marketing-Prozessen hervorgehoben.
Verschiedene Untersuchungen beschäftigen sich mit ITA und strategischer Unternehmens-führung. Für den speziellen Fall eines KMU scheint es Ziel führend an bestehende Managementsysteme (insbesondere Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme, auch Technik- oder Wissensmanagement) anzuknüpfen, um ITA-Methoden zu implementieren. Dies ist angezeigt, da bestehende Managementsysteme potentielle Schnittstellen und Anknüpfungspunkte für ITA anbieten. Derartige Schnittstellen sind die Prozessorientierung, die systematisierte Vorgehensweise (PDCA-Zyklus) und die inhaltlichen Gemeinsamkeiten. Dies trifft besonders für Qualitätsmanagementsysteme und Umweltmanagementsysteme zu.
Das Projekt ITA.MS will ITA-Methoden in das Entscheidungsfindungssystem und strategische Management eines KMU integrieren und verfolgt darüber hinaus das Ziel, ITA-Ansätze methodisch weiter zu entwickeln, um diese in KMU anwendbar zu machen und den Praxisbeweis für die Umsetzbarkeit und Machbarkeit der ITA-Anwendung in KMU unter synergetischer Nutzung von Schnittstellen mit anderen Managementsystemen zu liefern. Die aufbereiteten Ergebnisse sollen in einem web-basierten Leitfaden "ITA.MS im Unternehmen" publiziert werden.