Abgeschlossene Projekte

 

Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Integration von ITA-Fragestellungen in den betrieblichen Innovationsprozess


Durchführung

Ansprechpartner

  • Dr. Waldemar Baron
    Telefonnummer: 0211 / 62 14-4 61

Kurzbeschreibung

  • Die begriffliche Neuausrichtung der traditionellen TA-Forschung zielt verstärkt auf eine zukunftsorientierte, Potenziale aufdeckende ITA (Innovations- und Technikanalyse). Bisher herrscht ein Koordinationsdefizit hinsichtlich einer übergreifenden Abstimmung und Bildung von Forschungsschwerpunkten in der deutschen TA-Landschaft. Das Projekt untersucht erstmalig die Bedeutung von ITA-Fragestellungen in Unternehmen in Deutschland. Dabei wird einerseits zwischen Großunternehmen und andererseits KMUs und Start Ups differenziert. Ebenso werden Spezifika der Branchen und sektoralen Innovationssysteme berücksichtigt. Mittels einer Bestandsaufnahme von relevanten ITA-Aspekten im Unternehmen sollen Erkenntnisse über die derzeitige Berücksichtigung von ITA-Aspekten gewonnen werden. Der für die Zielgruppen jeweils spezifische Unternehmensbedarf (Marktpotenzial) an potenziellen ITA-Produkten und -Dienstleistungen soll analysiert werden. Auf diesen Projektergebnissen basierend - können potenzielle ITA-Produkte und -Dienstleistungen definiert werden. Eine Kosten-/Nutzenanalyse soll die Wirtschaftlichkeit der Integration von ITA-Aspekten in den Innovationsprozess und in die strategische Unternehmensplanung überprüfen. Handlungsoptionen und Gestaltungsimplikationen für Unternehmen, ITA-Institutionen sowie den Staat (BMBF) sollen abgeleitet werden.

Projektergebnisse

  • ITA gilt als zukunftsorientiertes Konzept, das sich an der gesellschaftlichen Integration von technologischen Innovationen orientiert und Forschung und Praxis verbindet. In der Studie werden Erkenntnisse aus ca. 500 ITA-Projekten ausgewertet, wobei Fallbeispiele den Nutzen von ITA für Unternehmen veranschaulichen. Damit liegt nun für die Wirtschaft ein Handbuch vor, das ITA als strategisches Managementinstrument konkretisiert.

    In der Betrachtung des Verhältnisses von ITA und Unternehmen zeigen sich drei Varianten: ITA in der Wirtschaft findet hauptsächlich in Großunternehmen statt und ist unmittelbar auf das betriebliche Technologie- und Innovationsmanagement gerichtet. ITA mit Unternehmen kommt vielfach in öffentlich geförderten Verbundvorhaben zum Einsatz und zielt meist auf innovationsfördernde Synergien. ITA für Unternehmen kommt dem Konzept der Unternehmensberatung nahe und kann betriebliche Innovationen begünstigen.

    Eine Analyse der ITA-Projekte in Deutschland zeigt, dass Unternehmen durch vielfältige betriebliche Verbesserungen profitieren können. Konkrete betriebswirtschaftliche Vorteile zielen u. a. auf das Erschließen neuer Geschäftsfelder, das Entwickeln innovativer Produkte bzw. Dienstleistungen, Kostenersparnisse durch ressourcensparende Produktionsverfahren etc. Die unterschiedlichen Nutzenpotenziale für Unternehmen machen deutlich, dass ITA-Projekte für Unternehmen vielschichtige Vorteile auch in der Analyse des betrieblichen Umfeldes schaffen können. Die Autoren veranschaulichen im Überblick und anhand von Beispielen, wie und in welchen Feldern Unternehmen mittels ITA Wettbewerbsvorteile erzielen. Abschließende Handlungs- und Gestaltungsempfehlungen richten sich an Unternehmen, derzeitige und künftige ITA-Dienstleister, Wissenschaft sowie den Staat.

Publikation

  • Waldemar Baron, Sibylle Häußler, Wolfgang Luther, Axel Zweck:

    Innovations- und Technikanalyse - Chancen und Barrieren betrieblicher Integration

    Campus Verlag, Frankfurt / New York 2003

    (Siehe hierzu auch die VDI-Pressemitteilung vom 28.03.2003)
    mehr ...
    (URL: http://www.vdi.de/vdi/presse/p_infos_details/index.php?ID=1013279)