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  • 07. Newsletter (vom 13.05.2004)

  • Sehr geehrte ITA-Newsletter-Abonnenten,

    Wir möchten Sie auf zwei kürzlich begonnene ITA-Studien aufmerksam machen:

    Die Wissenschaft als virtueller Forschungsprozess
    Innovations- und Technikanalyse zu Potenzialen, Trends, Grenzen und Risiken von virtueller Wissenschaft

    Informations- und Kommunikationstechnologien verändern gegenwärtig tiefgreifend das Wissenschaftssystem. Ihre zunehmende Nutzung stellt nicht nur neue Anforderungen an die technische Infrastruktur, sondern führt zu einem Wandel der Arbeitspraxis und prägt die Inhalte, Gegenstände und Strukturen akademischer Forschung.

    Zwei Studien für das Bundesministerium für Bildung und Forschung untersuchen im Rahmen der Innovations- und Technikanalyse diese Veränderungen und analysieren innovationspolitische Handlungsoptionen.

    Teilprojekt: Märkte der virtualisierten Wissenschaft

    Im Rahmen des Teilprojektes "Märkte der virtualisierten Wissenschaft" sollen die sich neu entwickelnden Wissenschaftsmärkte zunächst vor dem Hintergrund von vier Aspekten untersucht werden.
    (1) Inwieweit hat die bisherige Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien zu einer höheren Produktivität in der Wissenschaft beigetragen?
    (2) Inwieweit erweitert eine Virtualisierung den Pool an verfügbaren Wissenschaftlern und Wissen?
    (3) Inwieweit ermöglicht es die stärkere Vernetzung, Forschung in Bereichen zu fördern und zu betreiben, zu denen ein Zugang vorher nicht möglich war?
    (4) Inwieweit ist durch eine Virtualisierung ein genereller Wandel hinsichtlich kommerzieller Aspekte auf dem Forschungs- und Wissenschaftsmarkt zu verzeichnen?

    Die Analyse stützt sich dabei auf Fallbeispiele aus der Nano- und Biotechnologie sowie weiteren Wissenschaftsbereichen, die sich durch besondere Informations- und Kommunikationsbedürfnisse auszeichnen.

    Die Ergebnisse der Untersuchungen werden politischen Akteuren und weiteren relevanten Stakeholdern aus dem Wissenschaftssystem in einem Workshop vorgestellt. Ziel ist es, im Rahmen eines Seminar-Gaming-Workshops, Handlungsempfehlungen hinsichtlich der Ausgestaltung neuer Finanzierungs-, Regulierungs- und Organisationsmodelle auszuarbeiten, die in Märkten den Zugang zu Informationen aus der Wissenschaft sicherstellen sollen.

    Die Studie wird von RAND Europe (Berlin, Leiden, Cambridge) durchgeführt.

    Kommunikationsbeschleuniger in der Wissenschaft

    Hat IT-gestützte Kommunikation das Potenzial, Wissenschaftsprozesse über das Maß zu beschleunigen, welches bisher durch die weitgehend unsystematische Nutzung neuer Kommunikationsmittel erreicht worden ist? Am konkreten Beispiel eines nationalen medizinischen Forschungsverbundes, dem Kompetenznetz HIV/AIDS, wird diese Fragestellung untersucht. Dabei stehen Kommunikationsbeziehungen nicht nur zwischen forschenden und praktizierenden Ärzten, sondern insbesondere zwischen Wissenschaftlern in unterschiedlichen Positionen, zwischen Forschung, Industrie und auch den Betroffenen im Vordergrund der Analyse.

    Eine kritische Reflexion der Aspekte Passfähigkeit, Beschleunigungsgrad, Prozessveränderung, Integrationsnotwendigkeit und Innovationspotenzial bildet die Basis für die Entwicklung von Handlungsempfehlungen. Die Studie klärt Kommunikationsstrukturen in Innovationsnetzwerken und kann damit einen Beitrag leisten, Innovationsprozesse zu beschleunigen.

    Die processware GmbH führt als Auftragnehmer der Studie diese zusammen mit den Partnern Fraunhofer ISST und ZUMA ( Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen) durch.

    Die Studien werden im Juni 2005 abgeschlossen.
    Weiteres unter: http://www.innovationsanalysen.de
    (URL: http://www.innovationsanalysen.de)

  • Download 07. Newsletter [PDF - 27 KB] (URL: http://www.innovationsanalysen.de/de/newsletter/newsletter_0407.pdf)

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