Was ist ITA?

Die Innovations- und Technikanalyse (ITA) soll Felder des gesellschaftlich erwünschten technologischen Fortschritts identifizieren, Gestaltungspotenziale aufzeigen und politische Handlungsspielräume benennen. Eine solche weit reichende Zielstellung erfordert neue Untersuchungen von wissenschaftlich-technischen und organisatorischen Innovationsprozessen sowie ihrer sozio-ökonomischen Voraussetzungen und Folgen. ITA soll Orientierung in einer hoch technisierten Gesellschaft bieten und einen Beitrag zur Förderung einer menschen- und sozialgerechten sowie umweltverträglichen Technikgestaltung leisten. Anknüpfend an die bewährten Methoden und Ergebnisse der Technikfolgenabschätzung (TA) stellt ITA ein Konzept für die Analyse und Bewertung von Technologien dar und verbindet in seinem übergreifenden Ansatz Forschung und Praxis.

ITA-Studien sollen nicht genutzte Potenziale neuer Technologien ermitteln und innovative Lösungen im Umgang mit möglichen Risiken entwickeln. Die Innovations- und Technikanalyse ist interdisziplinär angelegt und bezieht wissenschaftlich-technische, ökologische, ethische, soziale, rechtliche, ökonomische und politische Aspekte in ihre Arbeit mit ein. Um die technologische Problemlösungsdynamik zu optimieren, setzt die Innovations- und Technikanalyse an den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Innovation an, identifiziert institutionelle Innovationshemmnisse und macht Vorschläge zu deren Überwindung. Die Einbeziehung der Wirtschaft und ihrer Instrumente der Produktfolgenabschätzung soll zu Synergien mit einer integrierten, modernen Innovations- und Technikanalyse führen.

Im Rahmen von ITA fördert das BMBF interdisziplinär angelegte Studien über Innovationspotenziale und technologische Entwicklungen, die sich aus der Integration unterschiedlicher Forschungsdisziplinen und Branchen ergeben.

Schwerpunkte der Innovations- und Technikanalyse sind:

  • Technologische Innovationsfelder:
    Insbesondere für die Untersuchung der Rahmenbedingungen und Folgen der Basistechnologien im Umfeld von Information/Kommunikation sowie Bio-/Gentechnik erarbeitet ITA Empfehlungen zur Gestaltung der Innovationssysteme.
  • Technikakzeptanz und Einstellungswandel:
    Hier wird nach Hintergrundinformationen über die Determinanten der Technikakzeptanz und nach aktuellen empirischen Erkenntnissen, insbesondere im Hinblick auf den Einfluss neuer Medien auf die Informations-, Kommunikations- und Partizipationsmöglichkeiten von Bürgern gefragt.
  • Vorausschau wissenschaftlich-technischer Entwicklungen:
    Bereits im Stadium der Entwicklung von Leitvisionen und Szenarien der Forschungsförderung wird eine innovationsorientierte Bewertung der Voraussetzungen und Folgen der Technikentwicklung und -anwendung vorgenommen.

Ziel des BMBF ist es darüber hinaus, die ITA in Deutschland zu stärken und Impulse für ihre internationale Verbreitung und Vernetzung zu geben.

English Version

What is ITA?
(URL: http://www.innovationsanalysen.de/de/ita_en.html)